Botswana umfasst wasserreiche Flussgebiete, trockene Savannen und ausgedehnte Salzpfannen. Im Norden liegen das Okavango-Delta und der Chobe-Fluss, weiter südlich prägen Savannen und Salzpfannen das Landschaftsbild. Eine Luxus-Safari in Botswana unterscheidet sich von einfachen Rundreisen vor allem durch kleine Camps, abgelegene Standorte, geringe Gästezahlen pro Unterkunft und häufige Transfers per Kleinflugzeug. Reisezeit, Entfernungen und vorgesehene Safari-Arten geben vor, welche Gebiete innerhalb einer Route miteinander verbunden werden können.
Kurzfassung
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Schutzgebiete mit begrenzten Gästezahlen
Botswana setzt in mehreren Safari-Gebieten auf kleine Camps und beschränkte Besucherzahlen. Neben staatlichen Nationalparks existieren private Konzessionsgebiete, in denen nur eine begrenzte Zahl an Unterkünften betrieben wird. Dort sind meist weniger Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs als in öffentlich zugänglichen Parkbereichen.
Die begrenzte Zahl an Camps wirkt sich bereits auf die Terminplanung aus. Solche Unterkünfte bestehen meist aus wenigen Zelten oder Suiten. In abgelegenen Gebieten sind Übernachtungsplätze daher begrenzt, während spontane Wechsel zwischen verschiedenen Camps nicht immer möglich sind. Früh festgelegte Reisedaten erleichtern die Abstimmung zwischen Unterkünften und Flugverbindungen.
Wasser bestimmt den Norden Botswanas
Das Okavango-Delta unterscheidet sich von klassischen Savannengebieten. Der Okavango-Fluss endet im Landesinneren und verteilt sein Wasser auf zahlreiche Kanäle, Lagunen, Inseln und saisonal überschwemmte Flächen. Der Wasserstand verändert sich im Jahresverlauf und erreicht nicht überall zur selben Zeit seinen Höchststand.
In trockeneren Bereichen finden Pirschfahrten mit offenen Geländewagen statt, wohingegen wasserführende Gebiete mit Booten oder Mokoros – schmalen Einbäumen, die mit einer langen Stange durch flache Kanäle gestaakt werden – durchquert werden.
Weiter nordöstlich erstreckt sich der Chobe-Nationalpark, wo sich in den trockenen Monaten zahlreiches Wild an den Uferzonen des Chobe-Flusses einfindet. Zwar prägen Elefanten, Büffel und Antilopen das artenreiche Bild der Region, garantieren lassen sich konkrete Tiersichtungen jedoch nie. Neben klassischen Geländewagen-Safaris bieten sich hier vor allem Bootsfahrten an, um die Tierwelt vom Wasser aus zu beobachten.
Linyanti und Savuti mit saisonalen Wasserstellen
Linyanti und Savuti liegen zwischen dem Okavango-Gebiet und dem Chobe-Raum. Teile dieser Gebiete werden als private Konzessionen genutzt. Die Zahl der Unterkünfte und Fahrzeuge ist dort begrenzt, wodurch sich die Organisation von Pirschfahrten von stärker besuchten Nationalparkabschnitten unterscheidet.
Die Landschaft besteht aus Savanne, Waldflächen, Flussläufen und saisonal wasserführenden Gebieten. Tierbewegungen richten sich unter anderem nach Niederschlag und verfügbaren Wasserstellen. Mit zunehmender Trockenheit konzentrieren sich Tiere stärker an Flüssen, Kanälen und Wasserlöchern.
Zusammen mit dem Okavango-Delta lassen sich wasserreiche Gebiete und trockenere Savannenabschnitte innerhalb einer Route verbinden. Dafür sind allerdings Transfers notwendig, die je nach Lage der Camps per Flugzeug oder Geländewagen erfolgen.
Salzpfannen verändern das Landschaftsbild
Die Makgadikgadi-Pans unterscheiden sich durch ausgedehnte Salzflächen und saisonales Grasland von den wasserreichen Gebieten im Norden. In der Trockenzeit bleiben weite Bereiche nahezu vegetationsfrei. Nach stärkeren Niederschlägen können sich dagegen flache Wasserflächen bilden.
Auch die Tierverteilung verändert sich mit den Jahreszeiten. Während der Regenmonate entstehen neue Weideflächen, wodurch sich Herden in Gebiete bewegen können, die während der trockenen Monate weniger Nahrung bieten.
Mobile Safaris kommen in solchen offenen Gebieten ebenfalls vor. Dabei wird nicht jeden Abend dieselbe Lodge angefahren. Stattdessen zieht das Camp zwischen mehreren Standorten weiter. Feste Betten und ausgestattete Zelte können auch bei dieser Reiseform vorhanden sein.
Kleinflugzeuge verbinden abgelegene Camps
Viele Safari-Camps besitzen keine reguläre Straßenanbindung. Für längere Strecken werden deshalb kleine Propellerflugzeuge eingesetzt. Ausgangspunkte für Reisen in das Okavango-Delta liegen häufig bei Maun. Die Maschinen landen auf Buschflugplätzen in der Nähe der Camps.
Ein Flug zwischen zwei Unterkünften dauert meist deutlich kürzer als eine vergleichbare Fahrt über unbefestigte Wege. Für Kleinflugzeuge gelten zudem andere Gepäckgrenzen als für internationale Linienflüge. Größe und Gewicht des Reisegepäcks müssen deshalb bereits vor der Abreise berücksichtigt werden.
Bei Flügen zwischen den Camps sind aus der Luft Wasserläufe, Inseln und die Übergänge zwischen trockenen und überschwemmten Flächen erkennbar. Für gezielte Tierbeobachtungen sind solche Transfers jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Reisezeit nach Region auswählen
Für Botswana gibt es keinen einzelnen Monat, der für sämtliche Gebiete dieselben Bedingungen bietet. Zwischen Mai und Oktober herrscht in weiten Teilen des Landes Trockenzeit. Niederschläge treten selten auf, Vegetation trocknet zunehmend aus und Tiere suchen häufiger verbliebene Wasserstellen auf.
Im Okavango-Delta verläuft der Wasserstand zudem unabhängig vom örtlichen Niederschlag. Das Wasser aus Angola benötigt mehrere Monate, bis es Botswana erreicht. Deshalb kann der Pegel im Delta steigen, obwohl vor Ort kaum Regen fällt.
Von ungefähr November bis März treten häufiger Niederschläge auf. Grasflächen werden grüner, saisonale Wasserstellen füllen sich und Tiere verteilen sich über größere Gebiete. Zugvögel kommen hinzu, während einzelne Straßen und Pisten nach starken Regenfällen schwieriger befahrbar sein können. Die Reisezeit sollte deshalb nach den vorgesehenen Regionen und Aktivitäten gewählt werden.
Unterkünfte als Teil der Routenplanung
Eine Luxus-Safari in Botswana umfasst häufig Lodges mit wenigen Gästezimmern oder Zeltsuiten. Der Begriff Luxus beschreibt dabei nicht nur Ausstattung. Auch die Lage innerhalb eines Konzessionsgebietes, die geringe Zahl der Gäste, geführte Aktivitäten und die aufwendige Versorgung abgelegener Camps gehören zu dieser Reiseform.
Nicht jede Unterkunft eignet sich für jede Etappe. Ein wasserorientiertes Camp im Delta bietet andere Aktivitäten als eine Lodge in einer trockenen Savannenregion. Werden mehrere Landschaftsräume kombiniert, entsteht daraus ein Reiseverlauf mit unterschiedlichen Safari-Arten statt einer Wiederholung derselben Pirschfahrten an mehreren Orten.
Fazit
Botswana bietet innerhalb relativ großer Schutzgebiete sehr unterschiedliche Bedingungen für Safari-Reisen. Wasserstände, Niederschläge, Entfernungen und die Lage der Camps beeinflussen die Auswahl der Regionen. Okavango-Delta und Chobe ermöglichen wassergebundene Aktivitäten, während Linyanti, Savuti und die Makgadikgadi Pans andere Landschafts- und Tierbeobachtungsbedingungen aufweisen. Eine geplante Route berücksichtigt diese Unterschiede sowie Flugtransfers und saisonale Veränderungen, bevor die einzelnen Unterkünfte festgelegt werden.
