Ein Wohnungswechsel umfasst mehr als den Transport von Möbeln und Kartons an die neue Adresse. Gerade in Kellern, Abstellräumen, Garagen und Schränken sammeln sich häufig Gegenstände an, die nicht mehr benötigt werden. Alte Möbel, Elektrogeräte oder beschädigter Hausrat sollten deshalb rechtzeitig gesichtet, aussortiert und getrennt werden. Erfolgt diese Räumung erst kurz vor der Schlüsselübergabe, treffen Entrümpelung, Verpacken, Transport und Reinigung zeitlich aufeinander. Werden die einzelnen Arbeiten dagegen frühzeitig und nacheinander eingeplant, lässt sich der Umzug strukturierter organisieren und die abschließende Wohnungsübergabe besser vorbereiten.
Kurzfassung
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Aussortieren beginnt vor dem Packen
Umzugskartons sollten nicht automatisch mit dem gesamten vorhandenen Hausrat gefüllt werden. Zunächst ist zu klären, welche Gegenstände in der neuen Wohnung tatsächlich gebraucht werden. Bei größeren Möbelstücken ist zu prüfen, ob ihre Abmessungen und die verfügbaren Stellflächen zum Grundriss der neuen Wohnung passen.
Eine ähnliche Prüfung ist bei Gegenständen sinnvoll, die längere Zeit nicht benutzt wurden. Keller und Dachböden enthalten mitunter alte Haushaltsgeräte, beschädigte Möbelteile, leere Verpackungen oder zurückgestellte Gegenstände. Werden solche Bestände erst am Umzugstag entdeckt, müssen Transport und Entsorgung parallel organisiert werden.
Für die Sortierung eignen sich getrennte Gruppen. Benötigte Gegenstände werden für den Transport vorbereitet, brauchbare nicht mehr benötigte Sachen können weitergegeben werden. Nicht mehr verwendbare Gegenstände werden nach Material und vorgesehenem Entsorgungsweg getrennt. Auf diese Weise gelangt nicht automatisch der gesamte Wohnungsinhalt in den Umzugswagen.
Nebenräume verändern den Umfang einer Räumung
Der sichtbare Hausrat in Wohn- und Schlafzimmern vermittelt nicht immer ein vollständiges Bild des Arbeitsumfangs. Kellerabteile, Speicher, Garagen oder Abstellkammern können über Jahre gefüllt worden sein. Dort lagern beispielsweise Regale, Werkzeuge, Fahrradzubehör, Elektrogeräte, Kartons und einzelne Möbelstücke.
Vor der Terminplanung empfiehlt sich deshalb eine Bestandsaufnahme sämtlicher genutzter Bereiche. Relevant sind nicht allein die Menge und Größe der Gegenstände. Treppen, enge Türen, fehlende Aufzüge oder lange Wege zwischen Gebäude und Fahrzeug beeinflussen den Abtransport ebenfalls.
Eine Entrümpelung vor dem Umzug verringert den Umfang und die Menge der Gegenstände, die an die neue Adresse transportiert werden müssen. Keller, Dachboden, Garage und Abstellräume sollten deshalb bereits bei der Bestandsaufnahme berücksichtigt werden.
Verschiedene Materialien gehören nicht in denselben Entsorgungsweg
Eine Räumung bringt unterschiedliche Arten von Abfällen hervor. Ausgediente Möbel unterscheiden sich bei der Entsorgung genauso wie Elektroschrott und sonstiger Sperrmüll. Werden unsortierte Materialien ohne vorherige Prüfung gemeinsam verladen, müssen sie bei der Entsorgung erneut getrennt werden.
Elektroaltgeräte benötigen etwa einen anderen Entsorgungsweg als gewöhnlicher Sperrmüll. Bei unbekannten Baustoffen sollte vor dem Rückbau geklärt werden, um welches Material es sich handelt und welcher Entsorgungsweg dafür vorgesehen ist. Ältere Gebäude können Materialien enthalten, die nicht ohne Prüfung entfernt oder gemeinsam mit gewöhnlichem Hausrat entsorgt werden sollten. Stichwörter: Asbest und Mineralwolle.
Noch nutzbare Gegenstände bilden eine weitere Kategorie. Möbel, Haushaltswaren oder andere erhaltene Sachen müssen nicht zwangsläufig entsorgt werden. Eine saubere Trennung vor der Räumung verhindert, dass verwendbare Gegenstände zwischen beschädigtem Hausrat oder Abfällen landen.
Persönliche Gegenstände benötigen eine eigene Kontrolle
Zwischen alten Unterlagen und scheinbar bedeutungslosem Hausrat können sich Dokumente befinden, die später noch benötigt werden. Mietunterlagen, Versicherungsdokumente, Zeugnisse, Verträge und persönliche Aufzeichnungen sollten deshalb vor umfangreichen Räumungsarbeiten unbedingt aussortiert werden.
Ähnliches gilt für Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld. Andere wichtige Gegenstände sind Datenträger, Schlüssel und Erinnerungsstücke. Solche Gegenstände lassen sich nach einer vollständigen Räumung nur schwer wiederfinden. Ein gesonderter Karton oder ein verschließbarer Behälter verhindert Verwechslungen mit Umzugsgut und aussortierten Sachen. Sollten Dritte den Umzug durchführen, hat es Sinn, solche Gegenstände selbst zu transportieren und nicht aus der Hand zu geben.
Bei gemeinsam genutzten Haushalten sollte zudem geklärt sein, wem einzelne Gegenstände gehören. Diese Prüfung ist vor allem dann relevant, wenn mehrere Personen an der Sortierung beteiligt sind oder Teile des Hausrats nicht mit umziehen.
Die Reihenfolge richtet sich nach dem Übergabetermin
Für die zeitliche Planung ist der Termin der Wohnungsübergabe ein fester Bezugspunkt. Rückwärts gerechnet müssen genügend Tage für Aussortieren, Verpacken, Räumen und Reinigen vorgesehen werden. Bei umfangreichen Beständen in Keller oder Garage müssen für Sortierung und Abtransport weitere Arbeitstage eingeplant werden.
Zuerst können Bereiche bearbeitet werden, deren Inhalt im Alltag nicht benötigt wird. Keller, Dachboden und Abstellräume kommen daher vielfach vor Küche oder Badezimmer. Möbel, die bis kurz vor dem Auszug gebraucht werden, bleiben dagegen länger stehen.
Nach dem Abtransport können die leeren Räume auf zurückgebliebene Gegenstände, Verschmutzungen und zuvor verdeckte Bereiche kontrolliert werden. Erst ohne Möbel werden zurückgebliebene Gegenstände, Verschmutzungen oder kleinere Bereiche sichtbar, die zuvor verdeckt waren. Die abschließende Reinigung sollte daher erst nach der vollständigen Räumung erfolgen.
Aussortierte Gegenstände müssen nicht transportiert werden
Aussortieren wirkt sich unmittelbar auf die Menge der zu transportierenden Gegenstände aus. Jeder nicht mehr benötigte Schrank und jeder aussortierte Karton muss weder verpackt noch getragen oder an der neuen Adresse wieder ausgepackt werden.
Eine Bestandsprüfung vor dem Packen zeigt, welche Möbel zum neuen Grundriss passen und welche Gegenstände nicht mehr benötigt werden. Der Umzug beschränkt sich anschließend stärker auf den Hausrat, der weiterhin verwendet wird.
Fazit
Eine Räumung vor dem Wohnungswechsel besteht aus mehreren getrennten Aufgaben. Zunächst wird entschieden, was mitgenommen, weitergegeben oder entsorgt wird. Danach folgen die Trennung verschiedener Materialien, der Abtransport und die Kontrolle der leer gewordenen Räume.
Keller, Dachboden und Garage sollten bereits bei der ersten Bestandsaufnahme einbezogen werden. Persönliche Unterlagen und Wertgegenstände benötigen eine gesonderte Aufbewahrung. Eine festgelegte Reihenfolge für Aussortieren, Räumen, Transport und Reinigung verhindert, dass mehrere Arbeiten unmittelbar vor der Schlüsselübergabe zusammenfallen
